Menschen vor Ort

Menschen vor Ort

Pamela Kelly

Unsere Old Lady Pamela Kelly ist Beispiel für die Integration von Schwarz und Weiß.

Pam ist eine heute über 96 jährige hochgebildete weiße Dame. Sie hatte mit ihrem Mann eine Farm bei Mutare und hat sich sehr für kulturellen Austausch zwischen Schwarz und Weiß eingesetzt. 1988 schrieb sie die Musik zu einem Kinderballett und führte dieses mit schwarzen und weißen Kindern auf – darunter unser damals 5 jähriger Sohn. Auf ihrer Farm hatte sie für die Familien ihrer Arbeiter eine Schule eingerichtet und hat diese besonders im kreativen Bereich sehr unterstützt. Sie wurden enteignet und haben alles verloren. Ihr Mann ist gestorben, zwei Ihrer drei Kinder ebenfalls. Sie lebt bescheiden, aber immer noch sehr interessiert an der Welt in einem kleinen Zimmer im „Old Peoples Home“

Jane Makufa

Langjährige Erzieherin in St. Augustines

Jane Makufa ist die langjährige Erzieherin in St. Augustines. Jane lebte bis 2011 in der Mission St. Augustine’s in Penhalonga und hat dort den Kindergarten geleitet, der aus deutschen Spendengeldern aufgebaut wurde. Nach Querelen in der Anglikanischen Kirche, die den Kindergarten nach dem Weggang 1985 von Christa Zeller weiter betreute, wurden die Spenden aus Deutschland eingestellt. Daraufhin musste auch Jane gehen. Mit Hilfe von deutschen Spendern und ihrem Sohn Maddox, der inzwischen nach Australien ausgewandert ist, konnte sie sich ein Haus mit einem Kindergarten darin bauen. Dort betreut sie zwischen 25 und 30 Kinder.

Chenjerai Chinaa

Seit den 80ger Jahren dabei und Mitglied im erweiterten Board von Bongai Shamwari

Konnte mit Hilfe der Spenden seinen Schulabschluss A-Level und ein Studium absolvieren. Er kommt aus sehr armen Verhältnissen, ist aber in der Schule mit sehr guten Noten aufgefallen.
Chenjerai hat Geschichte und Geographie studiert und ist Lehrer im Sabi Valley, eine der heißesten Gegenden in Zimbabwe. Trotz seiner sehr guten Ausbildung kann er von seinem Gehalt mehr schlecht als recht leben. Er hat eine Familie mit drei Kindern. Auch er ist in unserem Projekt engagiert und ist Mitglied im Private Voluntary Board. Dieser Board hilft uns als Non-Profit-Organisation anerkannt zu werden und somit steuerfrei importieren zu können.

Loreen Mafute

Loreen Mafute ist Montessori Erzieherin und arbeitet in einem entsprechenden Kindergarten in Mutare. Wir haben sie über ihren Mann Andrew kennengelernt, der lange Jahre für die deutsche Welthungerhilfe als Projektleiter tätig war. Als sich die Organisation aus politischen und wirtschaftlichen Gründen 2013 aus Zimbabwe zurückgezogen hat, wurde er arbeitslos. Er ist im September 2018 bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Loreen ist also nun allein erziehende Mutter von zwei Mädchen im Pubertätsalter. Sie hat keinerlei Absicherung und muß nun ihre beiden Mädchen alleine durchbringen. Trotzdem steht sie unserem Trust immer mit Rat und Tat zur Seite und ist mit Chenjeray im Privat Volunteer Board.

Loreen im gelben Kleid mit ihren beiden Mädchen rechts von ihr bei einem Helfer-Fest im Kindergarten 2017.

Mette Knerr

Mette Knerr ist Dänin und kam als Entwicklungshelferin in den 80ger Jahren nach Zimbabwe und hat dort ihr Herz verloren. Nicht nur an das Land, sondern auch an den Deutschen Andreas Knerr, mit dem sie inzwischen verheiratet ist. Sie leben in Mutare, haben inzwischen die simbabwische Staatsbürgerschaft und betreiben sehr erfolgreich ein Unternehmen welches Solaranlagen verkauft. Mette hilft uns im Umgang mit Behörden und ist aber vor allem Anlaufpunkt für unsere Volontäre, besonders wenn es mal eine Krisensituation gibt. Da ist die Muttersprache Deutsch doch ein wichtiges, beruhigendes Element. Schönes Beispiel: beim Ausbruch der Cholera Epidemie im August 2018 hat sie alle sofort informiert und Verhaltensregeln weitergegeben. Auch ist sie verantwortlich, dass wir nun einen süßen, kleinen Hund haben – aus dem Tierheim, in dem sie auch aktiv ist. Und nicht zuletzt ist sie unsere Brücke zur weißen Community in Mutare – eine sehr wichtige Funktion.

Peter Nkomozana

Seit den 80ger Jahren dabei und Mitglied im erweiterten Board von Bongai Shamwari, konnte mit Hilfe von Spenden aus Deutschland seinen Schulabschluss machen und ein Studium absolvieren. Er war in den 80er Jahren in der Klasse von Roland Zeller und ist mit seinen guten Noten aufgefallen. Heute ist er Geschichts- und Geographielehrer und lebt mit seinen drei Kindern und Frau im Sabi Valley in einer Secondary School, an der er unterrichtet. Trotz seiner guten Ausbildung kann er von seinem Gehalt kaum die Schulkosten seiner Kinder finanzieren. Er unterstützt uns im erweiterten Board im Projekt und möchte auf diese Weise wieder etwas zurückgeben.