1_Zyclon Idai: Auswirkungen und Hilfe für die Opfer

Cyclon Idai am Freitag, den 15. März 2019

Liebe Simbabwe Freunde,

es ist ja inzwischen auch in den deutschen Nachrichten, wie heftig der Zyklon Idai in Mozambique, Malawi und Simbabwe gewütet hat. Viele Freunde haben nachgefragt, ob unser Kindergarten auch betroffen ist. Wir hatten sehr heftige Regenfälle und das Wasser schoss ums Haus, aber die Stadt Mutare und damit auch wir, sind glimpflich davongekommen.

Chimanimani Town nach Idai

Mozambique hat es wohl am schlimmsten getroffen, auch in Malawi hat Idai schreckliche Spuren hinterlassen.

Chimanimani vor Idai

In Zimbabwe ist das ganze Gebiet Chimanimani und Umgebung in eine einzige Schlamm- und Wasserwüste verwandelt worden. Es gibt keine einzige funktionierende Straße mehr, erst ganz langsam fließt das Wasser ab und es können Hilfsgüter transportiert werden. Die Erdrutsche haben Dörfer unter sich begraben, die Menschen graben zwischen den Felsbrocken mit bloßen Händen nach ihren Verwandten. Hier ein Bericht dazu.


A man stands at the mass grave site of victims of Cyclone Idai that hit Ngangu, a township of Chimanimani, Zimbabwe on March 20, 2019. (Zinyange Auntony/AFP/Getty Images)

In Chipinge hat es ebenfalls Flutwellen gegeben, Peter Nkomozanas Schule zum Beispiel wurde teilweise weggerissen, die Brücke und die Straße zur Schule gibt es nicht mehr. Auch in dem Tal, in dem er wohnt, unterhalb von Chikore sind die sonst kleinen Flüsschen binnen weniger Stunden zu reißenden Flüssen angeschwollen und haben entsprechend Verwüstung hinterlassen. Sein Haus ist Gott sei Dank nicht betroffen, aber er ist rund um die Uhr beschäftigt, den Opfern zu helfen.

Im ganzen östlichen Teil Simbabwes drohen durch die heftigen Regenfälle weiterhin Erdrutsche. In Vumba, ganz in der Nähe von Mutare droht akut ein Damm zu brechen, dort hat man nun viele Familien evakuiert.

Ich persönlich bin tief betroffen, kenne ich doch alle diese Gegenden sehr gut und auch viele Menschen, die dort beheimatet sind, oder nach dieser Katastrophe waren.

Verwüstung in Chipinge

Viele Freunde haben mich gefragt, ob man etwas tun kann und so haben wir im Verein beschlossen Direkthilfe zu leisten und unser Konto auch als Spendenkonto für die Opfer des Zyklon Idai zu nutzen. Wir haben verlässliche Partner in Simbabwe, die vor Ort am besten wissen, was gebraucht wird. Im Moment sind es medizinische Versorgung wie Medikamente und Verbandszeug und vor allem aber Lebensmittel. Es ist sehr schön zu sehen, wie in Simbabwe selbst die private Hilfewelle sehr groß ist und jeder versucht zu unterstützen. Das Hotel Chimanimani hat seine Türen geöffnet, um den vielen Obdachlosen Einlass zu gewähren. Hier ein Interview mit dem Hotelmanager. Sogar das Militär ist anscheinend recht schnell zum humanitärem Einsatz gekommen. Aber das Land lag schon vorher am Boden, es kann selbst diese Katastrophe gar nicht stemmen und ist auf Hilfe angewiesen.

Das Chimanimani Hotel ist derzeit offen für Obdachlose

Takunda, ein guter Freund von uns, der eigentlich grade in der Ausbildung zum Tourist Guide unter anderem für Chimanimani ist, unterstützt uns in der Kommunikation. Er geht ab morgen für einige Tage mit einem rescue Team in das betroffene Gebiet und gibt uns dann Rückmeldung. Auch Peter Nkomozana ist ein direkter Ansprechpartner für uns, der vor Ort einschätzen kann, wo Hilfe am nötigsten ist.

Wer also gerne spenden möchte, bitte auf folgendes Konto:

Bongai Shamwari e.V.

IBAN: DE79 6006 9714 0072 1690 01
Raiffeisenbank Kocher-Jagst eG

Stichwort: Opfer Zyklon Idai

Diese Klimakatastrophe hat uns bei Bongai Shamwari auf schmerzliche Weise vor Augen geführt, welche verheerenden Auswirkungen der Klimawandel hat. Die, die den kleinsten ökologischen Fußabdruck hinterlassen, haben am schlimmsten unter den Folgen zu leiden. Es sind eh schon die Ärmsten der Armen. Umso wichtiger ist es, mit unseren Kindern den eingeschlagenen Weg zur einem nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur weiter zu gehen.

Ich werde in diesem Blog über den Einsatz der Spendengelder immer wieder berichten.

Christa

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